Frank Ridder, Research Director
Spätestens seit Unternehmen wie Valeo oder Jaguar bekannt gegeben haben, dass sie auf Google Applikationen als Teil Ihrer IT Wertschöpfungskette setzen, fangen auch Unternehmen hierzulande an sich genauer mit dem Thema “Cloud-Enabled-Outsourcing” zu beschäftigen. Dabei werden im Wesentlichen drei Kernfragen diskutiert.
Welche Lösungen können Unternehmen aus der Cloud beziehen?
Es gibt viele Lösungen, die Unternehmen aus der Cloud beziehen können. Laut Gartner Definition sind das Service Lösungen die elastisch, skalierbar und Ergebnis orientiert (nicht Feature orientiert) sind. Sie werden über viele Organisationen hinweg gemeinsam genutzt und Verbrauchsabhängig abgerechnet. Cloud Services werden durch das Internet konsumiert. Diese Attribute erfüllen zum Beispiel viele “Software as a Service (SaaS)” und Infrastruktur Utility Lösungen. So können Unternehmen SAP aus der Steckdose beziehen oder Ihre Mail Bedürfnisse in der Cloud stillen.
Aber es gibt auch sehr viele Anbieter, deren Cloud Lösungen Mogelpackungen sind. Oft kann man zum Beispiel den Konsum der Services nicht flexible nach unten Skalieren, oder es werden Services auf dedizierten Umgebungen als “private Cloud” angeboten.
Was ist der Unterschied zu traditionellem IT Sourcing?
Zur Beantwortung dieser Frage lohnt ein Blick auf den Sourcing Lebenszyklus. Die wenigsten Unterschiede findet man in der Sourcing Strategie Phase. Denn in dieser werden Cloud basierende Alternativen einfach als eine Option zum traditionellen Sourcing behandelt. Bei der Anbieterauswahl sieht das schon anders aus. Diese Phase dauert beim traditionellen IT Sourcing sehr lange. Sorgfältig werden jede Menge Details geprüft, speziell bei Unternehmen, die einen strategischen Partner suchen. Beim Cloud-Enabled-Outsourcing geht es um hoch standardisierte über viele Kunden gemeinsam genutzte Lösungen. Die Auswahl der Vendoren muss daher an Hand anderer Kriterien erfolgen. Zum Beispiel spielt für viele Unternehmen die Frage eine Rolle, ob der Cloud-Anbieter mit den eigenen, sensiblen, geschäftskritischen Daten auch sicherheitsbewusst und vertrauensvoll umgehen kann.
In der Vertragsverhandlungsphase gibt es auch große Unterschiede. Während beim traditionellen IT Sourcing sehr individuelle Verträge unterschrieben werden findet man in der Cloud nur Standardverträge. Vorgefertigte Vertragstexte die kaum angepasst werden können. Das bereitet heute vielen Unternehmen, oder vielmehr den Rechtsabteilungen in vielen Unternehmen große Kopfschmerzen, auch weil Datenschutzbelange (die zum Beispiel das neue deutschen Datenschutzgesetz berücksichtigen) meist zu kurz kommen. Ist dann alles unter Dach und Fach geht man die Management Phase. Hier müssen Unternehmen die Frage beantworten, ob sie einen Cloud Service Anbieter wie zum Beispiel Amazon oder Google genauso managen können wie einen Traditionellen IT Service Provider?
Was sollten Unternehmen heutzutage in diesem Thema mindestens tun?
Mit wachsender Anzahl von Cloud Lösungen wird das Thema für fast alle Unternehmen interessant. Es ist daher wichtig den Markt permanent zu beobachten und die eigene Sourcing Strategie zu überarbeiten. Jetzt ist die richtige Zeit für Unternehmen, die eigene Glaskugel zu polieren und zu verstehen was für Veränderungen in den Sourcing Prozessen notwendig sind damit “Cloud-Enabled-Outsourcing” ein Erfolg wird. Pilotprojekte können dabei helfen.
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Aktuelles Webinar in deutscher Sprache
Das nächste Gartner45 Webinar wird im Januar 2010 stattfinden, das Thema wird demnächst an dieser Stelle veröffentlicht. Aufzeichnungen der bisherigen deutschsprachigen Webinare bzw. die entsprechenden Folienvorträge finden Sie unter: “Deutsche Webinars – Archiv“.
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Unsere Übersicht über die europäischen Gartner Summit-Konferenzen und Symposium/ITxpo zeigt, welche Termine Sie im kommenden Jahr für sich und Ihr Team einplanen sollten.
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