Andreas Bitterer, Research VP
Zwar gibt es Open Source Angebote im Bereich Business Intelligence und Information Management schon seit geraumen Jahren, großen Anklang scheint das Thema in Deutschland in der Breite trotzdem nicht zu haben. Natürlich gibt es eine Reihe von Unternehmen, die auf das Open Source Pferd gesetzt haben, allerdings sind große Implementierungen mit vielen Benutzern nach wie vor Mangelware. Am besten bekannt sind hierzulande wohl die Angebote der US Firmen Jaspersoft und Pentaho, sowie der lokale Anbieter, Jedox aus Freiburg, mit seiner Palo Suite. Gegenüber den kommerziellen Anbietern wie SAP BusinessObjects, IBM Cognos, Microsoft, aber auch SAS und QlikView, scheinen die Open Source Produkte in Deutschland eher ein Schattendasein zu führen.
Es ist durchaus nachvollziehbar, dass die Open Source BI Hersteller nicht mit groß angelegten Marketing Kampagnen den Markt aufrollen wollen, vielmehr fokussieren sie auf unabhängige Softwareanbieter und Systemintegratoren, die ihre eigenen Lösungen durch Open Source BI (z.B., Reporting, Dashboards) ergänzen, aber natürlich nicht die Open Source Werbetrommel rühren. Es wird sich zeigen, ob Open Source BI zusammen mit den neueren Open Source Technologie-Bereichen wie Datenintegration oder Datenqualität zu einem Open Source BI Stack führen werden, ganz nach dem Vorbild der Konkurrenz. Dann könnte das Angebot durchaus so attraktiv werden, dass mehr Unternehmen den Schritt in die Open Source Welt vollziehen, um von den geringeren Kosten zu profitieren. Bis dahin muß aber in Deutschland vor allem in eines investiert werden. Open Source BI Skills.
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